Diss: Axel Kühn: Alexander Neill
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Fortsetzung (Hart 1970)



Sehr elaborierte Zeichnung eines Luftschiffs von F.K. Waechter 1971 (Erkennbar ist, daß Waechter sich an der Zeichnung Sonja Aranquistains aus der Originalausgabe von 1938 orientiert hat). Illustration in der deutschen Ausgabe von Neills "Last Man Alive" "Die grüne Wolke". Pyecrafts Luftschiff in der deutschen Ausgabe 1971

"Die Grüne Wolke" und ihre Folgen in Deutschland

Das - vor allem in Deutschland - wohl erfolgreichste Buch Neills war "Die Grüne Wolke" ("Last Man Alive" aus dem Jahr 1938).

Bereits in den Titeln der Buchrezensionen aus dem Jahr 1971 spiegelt sich die Ambivalenz wieder, mit der das Buch in Deutschland ursprünglich aufgenommen wurde. Brigitte NOTTEBOHM betitelte ihre Rezension mit: "Keine Grausamkeit ausgelassen. Alexander S. Neills höchst problematische Kindergeschichte"[in: Frankfurter Rundschau 04.12.1971] und Alfred MARQUART sprach ebenfalls von einer "Grausame[n] Wolke. Erzähltes aus Summerhill" [in: Christ und Welt (Stuttgart) 24.12.197] Weniger ablehnende Autorinnen und Autoren ließen eine gewisse Skepsis durchscheinen, wenn sie schrieben: "Eine sehr moderne Kindergeschichte" [NOWAK in: Luzerner Tagblatt 14.08.1971] oder "Wie sich die letzten Menschen auf der Erde mit Witz und Gewalt durchschlagen" [in: Basler Nachrichten (Spätausgabe) 29.10.1971] oder "Scharfe Schüsse - zum Einschlafen. A.S.Neill erzählt den Kindern von Summerhill" [in: Ruhr Nachrichten 17.03.1972] und "Steinzeit in Summerhill" [in: Züricher Generalanzeiger 02.09.1971].

Häufig warten die Rezensionen jedoch neutral bis wohlwollend. Da war die Rede von "Erzählte[n] Wunschträume[n]" [in: Heidelberger Tagblatt 16.09.1971] bzw. mehrfach wurde von Märchen gesprochen [Annabelle (Zürich) 20.10.1971; Westfälische Rundschau 04.05.1972] und Sybil Gräfin Schönfeld stellte klar, daß das Buch "Mehr als ein Märchen" sei [in: Die Zeit 26.11.1971].

Der größte Erfolg von Neills "Grüner Wolke" spiegelt sich jedoch in den Verkaufszahlen wieder [31] und zeigt sich darin, daß das Buch fortwährend in den Buchhandlungen erhältlich ist. Darüber hinaus haben sich zahlreiche Medienprojekte an das Buch und sein Thema angelehnt. So sind über die Theater-Adaption von Peter Zadek [32] hinaus folgende Bearbeitungen des Buches und Themas zu nennen:

® Für die Theaterfassung des Statt-Theaters Neumünster aus dem Jahr 1985 wurde das Buch auf geschickte Weise in eine spielbare Handlung heruntergekürzt, die sich überwiegend auf die Auseinandersetzung der Summerhill-Kinder mit ebenfalls überlebenden Gangstern aus Chicago konzentriert. Eine wesentliche Abweichung vom Original-Plot haben die Autoren vorgenommen: bei Ihnen werden die versteinerten Menschen nach zwei Jahren wieder zum Leben erwachen und die Summerhill-Kinder nutzen diese Zeit, um Waffen und Grenzen zu zerstören und ein "Wundermittel" zu entwickeln, das die Menschen zu friedliebenden Geschöpfen verwandelt. [33]

& 1999 legte Kirsten Grossmann ein "Leseprojekt" für Schülerinnen und Schüler vor. Es handelt sich um eine Kurzfassung des Buches von Alexander Neill, in dem zwischen den Kapiteln Vertiefungsfragen und Arbeitsaufgaben eingefügt sind. Zu den Fragen gibt es ein beigelegtes Lösungsheft.

Eher Comic-artige Zeichnung eines Luftschiffs von Slawski 1999, die offenbar die Zeichnung Waechters aus dem Jahr 1971 zur Grundlage hat. Illustration zum "Leseprojekt" "Die grüne Wolke".

Pyecrafts Luftschiff in der Version von Slawski [in: Grossmann 1999]

Abgesehen davon, daß diese "Lehraufbereitung" seines Buches weit von den Absichten Neills abweicht, darf bezweifelt werden, daß Kinder dadurch zum Lesen angeregt werden, wenn ein in seinem Verlauf hochspannendes Buch heruntergekürzt und durch "didaktische" Fragen unterbrochen wird. Auch hat die Autorin die Sequenzen herausgestrichen, in denen Neill die Reaktionen der Kinder beschreibt, denen er die Geschichte erzählt und die in ihr tragende Rollen übernehmen.

1998 wurde im "Karussell-Verlag (Vertrieb: PolyGram) eine Hörspielproduktion auf Cassette und CD für Kinder ab sechs Jahren veröffentlicht, auf der - ebenfalls in gekürzter Form - Die Grüne Wolke erzählt wird. Das Manuskript dieser Aufnahme wurde von Annina Riedl erstellt und die Aufnahme ist mit Musik und Hintergrundgeräuschen unterlegt. Sie bereitet jüngeren Kindern beim Zuhören ähnlich viel Vergnügen wie es ältere Kinder beim Lesen des Textes empfinden. Auf der Aufnahme kommen auch die Kinder zu Wort, denen die Geschichte erzählt wird, und der dialogische Aufbau der Geschichte bleibt damit erhalten. Es handelt sich um eine gelungene Anpassung der literarischen Vorlage an das audiophone Medium.

Im Januar 2001 sollte die Kinofassung der "Grünen Wolke" in den Lichtspielhäusern gezeigt werden. Der Start des Filmes verzögerte sich erst aufgrund der aufwendigen digitalen Bearbeitung von Tricksequenzen. So konnte der Film bedauerlicherweise nicht auf der Berlinade 2001 uraufgeführt werden. Schließlich fand die Uraufführung beim Kinderfilmfest in Gera statt. Anschließend mußten der Verleih die Verteilung der Filmkopien in die Kinos jedoch stoppen, weil der Prüfungsausschuß der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" die Mindestaltersgrenze für Zuschauerinnen und Zuschauer auf 12 Jahre gemäß seinen Richtlinien aus dem Jahr 1951 festlegte. Damit würde aus Sicht der Produzenten die eigentliche Zielgruppe des Films, die 8-12jährigen, von der Betrachtung des Films ausgeschlossen [STERNEBORG in: Focus 15/2001, S.232]. Erst im Juli 2001 kam der Film in leicht "beschnittener" Fassung in die Kinos, wo ihn schließlich Kinder ab sechs Jahren ansehen durften [34].

Das Drehbuch der Kino-Version sieht eine zeitlich adaptierte und doch dicht am literarischen Vorbild orientierte Darstellung der Geschichte vor. Das in der Grünen Wolke eine wichtige Rolle spielende Luftschiff des Millionärs Pyecraft - immer noch eine technische Novität in den späten 30er Jahren - wird z.B. durch einen Raumtransporter, das "Fun-Shuttle", ersetzt. In Abweichung von der Geschichte Neills wird das düstere Ende der Literaturvorlage (Neill ist der einzige Überlebende, der Last Man Alive) durch eine geschickte dramaturgische Wende entschärft: In der Filmfassung übernehmen die zuhörenden Kinder die Kontrolle über die Geschichte, als sich abzeichnet, daß sie einen für sie ungünstigen Verlauf nimmt.

Oranges Raumschiff in abgerundeter Kastenform, das offenbar auf den ersten Entwurf zurückgeht. Realisierte Version für den Film "Die grüne Wolke".

Bild eines graubraunen linsenförmigen Raumschiffs, das eine Flamme ausstößt. Entwurf für die Verfilmung von "Last Man Alive" "Die grüne Wolke".

Entwurf und realisierte Version von Pyecrafts "Fun-Shuttle" für den Kino- und TV-Film 2001

Auf Basis der Kino-Version wurden parallel neun von ursprünglich zwölf geplanten TV-Folgen gedreht, die jeweils in sich geschlossene Teilgeschichten aus der Grünen Wolke beinhalten. Sie soll etwa ein Jahr nach Veröffentlichung des Kinofilms im Fernsehen ausgestrahlt werden. Den Autoren Martin Östreicher und Claus Strigel ist es - zumindest den Drehbüchern nach - gelungen, die Faszination des Buchs von Alexander Neill in die heutige Zeit zu übertragen.

Die hohe Aufmerksamkeit, die die Erstveröffentlichung des Buches in Deutschland 1971 bekam, kann auch auf die Verleihung des "Buxtehuder Bullen", eines Kinder- und Jugendbuchpreises, den der Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann gestiftet hatte, zurückzuführen sein. Neill war der erste Preisträger und reagierte, als er von der Preisverleihung erfuhr, etwas irritiert: "Some town had a general meeting to give first prize to the writer of the best kids' yarn of the year. So in January a deputation of 8, including the mayor, is coming to present me with a golden bull ... and I can't get a thrill out of it." [NEILL in: CROALL 1983a, S.213]

Als die Delegation, unter deren Teilnehmern auch Neills Verleger in Deutschland, Heinrich-Maria Ledig-Rowohlt, war, ihm den Preis überreichte, war er doch sehr gerührt. "Als wir ihm erzählten, daß die Jury aus Erwachsenen und Jugendlichen bestanden hat, und daß vor allem die Stimmen der Jugendlichen ihn zum Preisträger gemacht haben, strahlte er, begann den 'Bullen' zwischen den Hörnern zu kraulen und sagte: 'Wissen Sie, ich habe in meinem langen Leben drei Ehrendoktorhüte verliehen bekommen, und ich gestehe gern, daß alle drei Ehrendoktorhüte mir weniger wert sind als dieser Jugendbuchpreis´." [ZIEMANN in: 20 Jahre Buxtehuder Bulle 1991, S.31; vgl. auch HAMANN in: Buxtehuder Tageblatt 02.05.1972] Den dritten Ehrendoktortitel hatte Neill im Juni des gleichen Jahres von der Universität Essex bekommen [vgl. NEILL 1972, S.295ff; vgl. auch CROALL 1983b, S.379].

Ehrungen wie diese nahm Neill stets mit einiger Selbsironie entgegen. Dennoch wird in seinen Schriften deutlich, daß er die akademischen Würdigungen sehr genoß. Eine Ehre, die Neill versagt blieb, war die Verleihung eines Adelstitels an ihn. Häufig erwähnt er in seinen Schriften spöttisch diese Möglichkeit [NEILL 1936, S.5, 118; 1953, S.161; 1967, S.132; in: Where 10/1971, S.320; 1972, S.214, 248, 285, 318, 344] und dieser Umstand deutet darauf hin, daß er diese Art der Ehrung nicht für ausgeschlossen hielt. Resigniert schrieb er am Ende seines Lebens: "Im Alter gibt es nichts, worauf man sich wirklich freuen könnte. Ich kann mir kein verheißungsvolles Ereignis ausdenken, das mich jetzt in Erregung versetzen würde - weder ein Scheck über eine Million Dollar von einem reichen Amerikaner noch das Angebot eines Ehrentitels (das ich sowieso nicht annehmen könnte), [sic!] noch ein weiterer Ehrendoktor von irgendeiner Universität." [NEILL 1972, S.344]

Im Mai 1970 kamen in England die Konservativen an die Macht und Margaret Thatcher wurde Bildungsministerin. "I hear that Mrs. Thatcher voted to keep hanging", schrieb Neill im Juli 1970 in einem Brief, "so I doubt she is a Neill fan." [NEILL in: CROALL 1983a, S.41] Neill bemühte sich in einem Leserbrief an die Erziehungsbeilage der "Times", eine Lanze für die freien Internatsschulen zu brechen [vgl. NEILL in: CROALL 1983a, S.40, 73, 91]. Resigniert schrieb er jedoch im Dezember 1971 an R.F. Mackenzie: "But it ain't only the teachers; battle axe Thatcher wd [sic!] subscribe to all the profession's anti-lifeness." [NEILL in: CROALL 1983a, S.26] Im gleichen Monat feierte Summerhill das fünfzigste Jubiläum [vgl. NEILL 1972, S.162, 201]. Neill war dazu übergegangen, die Gründung seiner internationalen Schule in Hellerau im Dezember 1921 als Grundsteinlegung Summerhills anzugeben [vgl. NEILL in: BLEWITT 1934, S.113; vgl. auch NEILL in: TES 26.07.1957, S.1053; sowie NEILL in: CROALL 1983a, S.105; aber: NEILL in: Anarchy 4(1964), H.39, S.146; und NEILL 1967, S.87; und NEILL zitiert in: Segefjord 1968, S.97]. Seit 1921, so behauptete er bereits 1953, habe sich seine Erziehungspraxis nicht mehr geändert [vgl. NEILL 1953, S.133]. Als Jubiläumsfeier fand eine Party in London statt, zu der ehemalige Schülerinnen und Schüler eingeladen worden waren [vgl. NEILL 1972, S.162, 201].

Die deutschen Übersetzungen von Neills Büchern erreichten inzwischen überraschend hohe Auflagen. Im Dezember 1969 war das von Harold Hart zusammengestellte Summerhill unter dem Titel Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung bei Rowohlt erschienen, nachdem es bereits 1965 mit dem Titel Erziehung in Summerhill, das revolutionäre Beispiel einer freien Schule beim Münchner Szczensny-Verlag herausgekommen war und nur zu mäßigen Verkaufserfolgen geführt hatte. Von 1969 bis 1973 wurden nun 950.000 Exemplare des Buches verkauft [vgl. HARTMANN in: Kölner Stadtanzeiger 26.09.1973] [35]. Eine Ursache für diesen reißenden Absatz war augenscheinlich die geschickte Titelwahl. "Es ist der Titel des Verlags, nicht der meine. Verschiedene junge Deutsche versuchen, das Buch in ihrem Kampf für Kommunismus oder Sozialdemokratie oder was auch immer zu verwenden. Ich sage ihnen, daß das Buch nichts mit Politik zu tun hat" [NEILL 1972, S.246; vgl. hierzu auch NEILL in: X-Magazin, H.5 1971, S.42], schrieb Neill später.

Ende der sechziger Jahre wurden in Deutschland im Gefolge der Studentenrevolte autoritäre Strukturen in allen Lebensbereichen, besonders aber im Bildungssektor, diskutiert. Zu diesem Zeitpunkt erschien das Buch, dessen Titel eine "Theorie der antiautoritären Erziehung" verhieß. Daß das Theoretisieren schließlich nicht Neills größte Stärke war, fiel den Käufern angesichts der humorvoll geschilderten autoritätsfreien Praxis in Summerhill nicht weiter auf. Und auch das Vorwort Fromms, in dem ausdrücklich steht, daß Neill keine Theorie liefere [vgl. FROMM in: NEILL 1960, S.XII (14)], wurde offenbar nicht aufmerksam gelesen.

Neill, der ein reges Interesse an der deutschen Rezeption seines Buches hatte - sie bescherte ihm und der Schule in den folgenden Jahren eine "teutonische Invasion" [NEILL 1972, S.224], wie Neill es ausdrückte -, griff selbst in die Diskussion ein und hatte analog zu den wochenlangen Leserbriefauseinandersetzungen in der Erziehungsbeilage der "Times" einen kleineren Streit mit einer Leserin der "Zeit". Am 7. August 1970 schilderte Neill in einem Artikel seine Erinnerungen an Deutschland, nämlich die Zeit zwischen 1921 und 1923, die er in Hellerau verbrachte. Dieser Schilderung war eine Buchrezension Hans Kriegers über Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung an die Seite gestellt worden. Bezug nehmend auf diese Rezension wurde in einer der darauffolgenden Nummern des Wochenmagazins ein Leserbrief abgedruckt, in dem eine Leserin radikale Kritik an der Schule übte [vgl. VOLKACH, Vivian in: Die Zeit Nr.36, 04.09.1970, S.49].

Sie schilderte das Schicksal ihrer beiden Geschwister, die in den 20er Jahren in Summerhill zur Schule gegangen waren und später ein Leben führten, das die Leserin nicht billigen konnte. Wiederum einige Nummern später rechtfertigte Neill sich: "Ihre Kritik ärgert mich nicht, macht mich nicht einmal traurig. Ich bin zufrieden, daß es im Laufe von fünfzig Jahren meines Wissens nach nur zwei Summerhill-Schüler gegeben hat, die einen Psychoanalytiker aufsuchen mußten, nur einen, der ins Gefängnis gekommen ist. Ich bin stolz auf unsere Schule. Und obwohl ich geschrieben habe, ein zufriedener Straßenkehrer wäre mir lieber als ein neurotischer Professor, hat Summerhill bisher noch keinen Straßenkehrer hervorgebracht." [NEILL in: Die Zeit 02.10.1970, S.52]

Bald darauf meldete sich Neill erneut zu Wort. In einem kurzen Leserbrief erläutert der mittlerweile siebenundachtzigjährige erstmalig sein Verständnis des Begriffs "antiautoritär": "Summerhill ist dann antiautoritär, wenn unter "autoritär" die Herrschaft der Erwachsenen über die Kinder verstanden wird." [NEILL in: Die Zeit 30.10.1970, S.25] Der Begriff war damals so in Mode, daß in einen Text Neills aus dem Jahr 1971 ein verkürztes "antiautoritäres Erziehungssystem" [vgl. NEILL u.a. 1975, S.31] hineinübersetzt wurde, wo im englischen Original ursprünglich stand: "the lack of a system of authority based on fear and punishment." [NEILL in: ADAMS 1971, S.154] Dabei war Neill nicht daran gelegen, die Kinder in Summerhill zum Aufstand gegen das politische Establishment zu erziehen. Dies schien eher das Ziel der infolge der Studentenrevolte zeitgleich aufkeimenden Kinderladenbewegung in Deutschland zu sein, die den Begriff "antiautoritär" eigentlich prägte. Diese Bewegung wollte autoritäre Strukturen angreifen und Kinder ermutigen, sich gegen ungerechtfertigte Repressionen zur Wehr zu setzen. Die Gegner dieser Erziehungsrichtung sahen darin schnell die Erziehung zum Klassenkampf - eine Kritik, der sich Neill plötzlich auch ausgesetzt sah, als sein Erziehungskonzept mit diesem Schlagwort verbunden wurde. Überwiegend war die Berichterstattung über Summerhill jedoch positiv: Eine illustrierte Artikelserie mit dem Titel "Das Glück von Summerhill" erschien 1971, beginnend mit der ersten Ausgabe des "Zeit Magazins". Darin schilderte der Autor Rudolf Leonhardt in drei Folgen seine Begegnung mit "Alexander Sutherford [sic!] Neill" [vgl. LEONHARDT in: Die Zeit 08.01.1971, S.9, (Hervorhebung von mir)] und der Schule.



Fußnoten:

[31] Das Buch wurde bis 1994 in 248.924 Exemplaren verkauft [Wolfgang MÜLLER (Rowohlt-Verlag) in einem Brief an Peter LUDWIG 07.1994].

[32] Peter ZADEK nahm das Buch zur Grundlage für die Inszenierung eines Kindertheaterstücks, das auf harsche Kritik stieß. KAMINSKI sprach in ihrer Rezension vom "Gruselstück von Alexander S. Neill" [in: Die Welt 13.12.1972].

[33] Weitere Informationen hierüber sind im Internet zu bekommen: http://www.statttheater.de/shop.html Zugriff am 07.11.2001 11:30 Uhr.

[34] Rowohlt veröffentlichte 2001 eine Neuausgabe der "Grünen Wolke" ­ neu an dieser Auflage ist lediglich das Titelbild: Es zeigt die Kinder, die im Kino- und TV-Film die Rollen der Summerhill-Kinder übernehmen. Auf der Umschlagrückseite ist nicht länger von "antiautoritärer Erziehung" die Rede. Stattdessen wird Summerhill dem pädagogischen Trend entsprechend als "Projektschule" bezeichnet.

[35] Bis Juli 1994 waren es schließlich 1.079.000 Exemplare [Wolfgang MÜLLER (Rowohlt-Verlag) in einem Brief an Peter LUDWIG 07.1994].



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