Matthew Appleton

Kindern ihre Kindheit zurückgeben -

Selbstregulation in Summerhill

Herausgegeben von Falko Peschel

Übersetzt von Hilla Müller - Deku

Schneider Verlag Hohegehren
erscheint voraussichtlich Frühjahr 2000



Vorwort von deutschen Eltern zweier Summerhill-Schüler

Es gibt nicht viele Gelegenheiten im Leben, sich zu einer großen und bedeutenden Sache äußern zu können. Wer einmal die Summerhill-Schule im Südosten Englands besucht hat, ist erstaunt, wie eine solch kleine und äußerlich unscheinbare Einrichtung eine ganze Generation hat in ihren Bann ziehen können. Während der 60er und 70er Jahre war Summerhill Tagesgespräch in studentischen Kreisen.

Heute ist es eher ruhig geworden, dafür sind die Erziehungskonzepte von A.S.Neill, des Gründers von Summerhill, langsam und in aller Stille durch alle Bereiche der Pädagogik hindurchgesickert, und das auf der ganzen Welt. Nur: wohl keine schulische Einrichtung hat das Prinzip, daß Freiheit, Emotionen und Selbstbestimmung zum grundsätzlichen Umgang mit Kindern, ja zu deren Menschenrecht gehören, so konsequent in die Tatsache umgesetzt wie A.S.Neill und Summerhill. Auch längst nach Neills Tod beherzigt die "Schule" nach wie vor die gleichen Grundsätze. Diese höchst einfache Tatsache dringt weiter in die Tiefe der menschlichen Seele ein als das oberflächliche Verständnis von einer "antiautoritären Erziehung", wie sie der Schule fälschlicherweise etikettiert worden war. Vielleicht ist es gerade diese Einfachheit, die dadurch von so weitreichender Bedeutung ist, daß es nicht viele "Summerhills" auf der Welt gibt; nach dem Motto "zu schön, um wahr zu sein".

Natürlich ist Summerhill nicht das Paradies auf Erden, es ist schlichtweg das Leben. Mittlerweile sind wir zehn Jahre mit Summerhill vertraut, unsere beiden Söhne haben schon ihr halbes Leben dort zugebracht. Weder sie noch wir haben es jemals bereut. Viele Jahre hiervon wurden sie von Matthew Appleton als Hausvater betreut. Matthew, den wir in unzähligen Kontakten und Gesprächen kennen, schätzen und lieben gelernt haben, versteht es wohl wie kaum ein anderer, die Fülle seiner Beobachtungen und Erfahrungen - freudige wie schmerzliche - in Worte zu fassen.

Matthew ist inzwischen aus dem Çaktiven Dienstë ausgeschieden; aber er wird auf immer innerlich mit Summerhill verbunden bleiben, denn er hat Summerhill mit Leib und Seele gelebt und geliebt. Er hat stets aufs neue bewiesen, daß er Neills Konzept nicht rein intellektuell verstanden hat, sondern mit Leben zu füllen wußte.

Wir wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles erdenkliche Glück und für sein Buch unzählige Leser. Und schließlich sagen wir Dank an Summerhill: möge es noch viele Jahrzehnte bestehen bleiben, sein Prinzip sich auch andernorts vielfach durchsetzen und - es möge vor der Schulbürokratie bewahrt bleiben.
 
 

Waldbrunn, im Oktober 1999
Drs. med. Dorothea und Manfred Fuckert
Ärzte f. Allgemeinmedizin-Homöopathie-Psychotherapie
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Marco Hoppe
Lehrer in Summerhill seit 9/1999
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